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Freitag, 17. Januar 2020



Parkchaos am Leopoldina: Planung für neues Parkhaus geht voran

Parken rund um das Leopoldina-Krankenhaus ist für Mitarbeiter, Patienten, Besucher und Anwohner schwierig. Was sind die Pläne für das neue Parkhaus an der Mainberger Straße?

SCHWEINFURT • Die Probleme mit dem Parken rund um das Leopoldina-Krankenhaus für Anwohner, Mitarbeiter, Patienten und Besucher gibt es seit vielen Jahren, eine Lösung hat die Stadtverwaltung aber erst im vergangenen Jahr entwickelt: unter anderem ein neues Parkhaus an der Mainberger Straße mit 358 Stellplätzen, danach Abriss und Neubau des maroden Parkhauses am Krankenhaus selbst.

Außerdem soll nach dem Willen der Stadträte das Krankenhaus ein Mobilitätskonzept entwickeln, um mehr Mitarbeiter zu überzeugen, nicht mit dem Auto auf die Arbeit zu kommen. Weiterhin ist geplant, eine Parkraumbewirtschaftung auf den Straßen rund um das Krankenhaus einzuführen und für Anwohner kostenpflichtige Anwohnerparkausweise auszugeben.

Im September vergangenen Jahres wurde der Neubau des Parkhauses an der Mainberger Straße auf den Weg gebracht, im Bauausschuss war er nun wieder Thema aufgrund einer Bauvoranfrage, bei der die Verwaltung verschiedene baurechtlich relevante Fragen prüfen ließ.

Parkhaus ist genehmigungsfähig

Das Acht-Millionen-Euro-Projekt reizt zwar mit seiner Größe die Grundstücksgrenzen aus, ist aber dennoch genehmigungsfähig. Auch die geplante Zufahrt lässt sich realisieren, sprich stadtauswärts wird rechts auf das Parkhaus-Gelände abgebogen, stadteinwärts gibt es nach der Ampel eine Linksabbiegerspur. Das immissionsschutzrechtlich notwendige Gutachten zeigt ebenfalls auf, dass das Parkhaus an dieser Stelle möglich ist – wegen der Wohnbebauung nach Süden und Osten braucht man aber Schallschutz-Module.

Gefunden ist laut Aussage von Baureferent Ralf Brettin ein Generalunternehmer, der das Parkhaus baut, das möglichst von den Stadtwerken betrieben und in das Schweinfurter Parkhaus-Suchsystem eingebunden werden soll. Gebaut wird in sogenannter Split-Level-Bauweise – das sind Halbgeschosse wie zum Beispiel im Parkhaus am Marienbach. So entstehen auf fünf Geschossen 358 Stellplätze. Das Parkhaus ist im 24-Stunden-Betrieb, damit auch die Frühschicht des Krankenhauses, die vor 6 Uhr kommt, dort parken kann.

Der Generalunternehmer wird dem Bauausschuss in den nächsten Monaten vorgestellt, er reicht dann auch den Bauantrag ein und stellt dabei drei Varianten zur Fassadengestaltung vor, informierte Brettin.

Behindertenstellplätze, Ladestationen für E-Autos und Bäume an der Straße

Die Baustadträte hatten zu dem Vorhaben einige Fragen. Christiane Michal-Zaiser (proschweinfurt) fragte wegen der Stellplätze für Behinderte nach, nachdem sie einen Hinweis des Behindertenbeirats bekommen hatte, der darauf dringt, dass ein ebenerdiger Zugang möglich sein müsse. Die Stellplätze, so Stadtbaumeister Markus Sauer, seien bewusst im Untergeschoss geplant und entsprächen der Norm. Es gehe darum, dass die Modulbauweise nur bestimmte Parkplatz-Breiten zulässt, im Untergeschoss aber liege Pflaster, man könne dort besser die entsprechenden Parkplätze realisieren.

Bäume als Allee entlang der Straße wie von Ulrike Schneider (Schweinfurter Liste/Freie Wähler) angeregt, hält Sauer aufgrund der Größe des Parkhauses für nicht möglich. Die vom Agenda-Arbeitskreis vorgeschlagene Photovoltaik-Anlage an der Fassade ist nicht geplant, im Süden ist sie wegen Spiegelung und Blendung für die angrenzende Wohnbebauung auch nicht möglich, bestätigte Sauer eine Frage von Reginhard von Hirschhausen (Grüne). Photovoltaik sowie Begrünung auf dem Dach soll es aber geben.

Die Agenda fordert 50 statt bisher vier Parkplätze für Elektroautos. Das möchte die Verwaltung zunächst nicht umsetzen, es bleibt bei vier Ladestationen. Allerdings wird das Parkhaus entsprechend vorbereitet, so dass die Zahl der Ladestellen für E-Autos schnell aufgestockt werden kann.

© Oliver Schikora
Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Donnerstag, 16. Januar 2020



Klimaschutz oder Wirtschaftlichkeit: Stadträte wägen weiter ab

SCHWEINFURT • Wie kann man ökologisch bauen und gleichzeitig wirtschaftliche Gesichtspunkte mit einbeziehen? Eine Frage, die sich seit einiger Zeit im Stadtrat stellt und nun aufgrund eines Antrags von Bündnis 90/Die Grünen wieder Thema im Umweltausschuss war.

Fraktionssprecher Reginhard von Hirschhausen hatte den Antrag gestellt, die Stadt solle bei Neubau und Sanierung ihrer eigenen oder städtisch genutzten Gebäude dem Beispiel Frankfurts folgen und den Passivhausstandard als Maßstab nehmen, mindestens aber den so genannten KfW-55-Standard.

Von Hirschhausen geht es darum, einen möglichst hohen und für die Umwelt nachhaltig nützlichen Standard bei Neubau und Sanierung zu Grunde zu legen, von dem aus man dann darüber diskutieren könne, ob er wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist oder nicht und welchen Standard man dann stattdessen umsetzen würde. Er erklärte, Passivhäuser – also Häuser, die mehr Energie erzeugen, als in ihnen verbraucht wird – seien im Moment rund acht Prozent teurer als solche, die nach dem gesetzlichen Mindeststandard aus der Energieeinsparverordnung gebaut würden.

Langfristig rechnet sich aber die Mehrinvestition, das haben viele Studien gezeigt: "Ökonomie und Ökologie verlaufen da parallel", so von Hirschhausen, dessen Antrag mit der Mehrheit der CSU mit 8:7 Stimmen abgelehnt wurde. Gleichwohl konnten die Grünen einen Erfolg verbuchen: Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, zukünftig bei Neubau- und Sanierungsvorhaben immer verschiedene energetische Gebäudestandards zu untersuchen und dem Bau- und Umweltausschuss die Ergebnisse vorzulegen. Rüdiger Köhler (CSU) schlug vor, dass darüber hinaus der "aktuell bestmögliche energetische Standard" mit untersucht werden solle. Das Gremium stimmte mit 14:1 Stimmen zu.

Vorangegangen war eine längere Diskussion. Stadtbaumeister Markus Sauer erklärte, der Antrag der Grünen sei natürlich "im Sinne einer umweltfreundlichen und klimabewussten Kommune grundsätzlich begrüßenswert". Dennoch müsse man sich über die verschiedenen Begriffe im Klaren sein, was diese bedeuten und welcher Standard zu Grunde liegt.

"Wir wollen so viel Ökologie wie nötig und so viel Wirtschaftlichkeit wie möglich."
Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) über die Frage, nach welchem energetischen Standard städtische Gebäude saniert oder neu gebaut werden sollen.

Die KfW-Bankengruppe definiert in ihren Förderprogrammen drei verschiedene Standards, der Begriff "Passivhaus" wurde durch ein privates Institut aus Darmstadt definiert, ist aber kein gesetzlicher Standard, wie er sich aus der Energieeinsparverordnung ergibt. Die Europäische Union hat die Standards schon lange verschärft, sie entsprechen einem so genannten KfW-40-Haus. Diese Regelung ist aber bisher nicht in deutsches Recht umgewandelt worden, obwohl das hätte geschehen müssen.

SWG-Geschäftsführer Alexander Förster hatte im Herbst vergangenen Jahres im Stadtrat erläutert, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft grundsätzlich nach dem KfW-55-Standard baue und diesen oft unterbiete. Bei dieser Sitzung wurde die SWG darauf verpflichtet, "immer nach dem höchsten ökologischen Standard zu bauen, sofern der wirtschaftlich darstellbar ist."

Das hatte Ulrike Schneider (Schweinfurter Liste/Freie Wähler) beantragt, die nun auch auf diesen Beschluss verwies und sich über die Verwaltungsvorlage wunderte. "Der Beschluss lässt alles offen", kritisierte Schneider, die dafür plädierte, den von Reginhard von Hirschhausen geforderten Standard auch zum Maßstab zu machen.

Stadtbaumeister Markus Sauer und Baureferent Ralf Brettin plädierten für Flexibilität und Einzelfallentscheidungen, denn jedes Gebäude sei anders und müsse entsprechend beurteilt werden. Was man vorhabe, habe man zum Beispiel bei der Diskussion über den Neubau des Kinder- und Jugendtreffs an der Albert-Schweitzer-Schule am Bergl gezeigt: Da gab es eine Untersuchung verschiedener energetischer Standards und was das kostet. Solche Untersuchungen seien auch für den Schul- und Turnhallenneubau in Bellevue beauftragt oder das Kulturforum, so Sauer.

Ulrike Schneider war nicht überzeugt, vor allem nicht von dem, was Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) sagte. "Wir wollen so viel Ökologie wie nötig und so viel Wirtschaftlichkeit wie möglich", betonte der OB, der klarstellte, die Stadt halte sich natürlich an den gesetzlich vorgegebenen Standard und bemühe sich immer darum, nach dem ökologisch besten Standard zu bauen. Er plädierte aber wie Rüdiger Köhler und auch Sinan Öztürk (Linke) sowie Johannes Petersen (SPD) dafür, den Stadträten die Varianten zu zeigen, um die Entscheidungsgrundlage zu verbreitern.

Ein KfW-Effizienzhaus 100 entspricht den Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Ein KfW-Effizienzhaus 55 benötigt 55 Prozent der Energie des Referenz­gebäudes, ein KfW-Effizienz­haus 40 sogar nur 40 Prozent.

© Oliver Schikora
Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

Dienstag, 07. Januar 2020



Böller-Protest: Ulrike Schneider von Feuerwerkskörper getroffen

SCHWEINFURT • Von einem guten Rutsch ins neue Jahr konnte bei Ulrike Schneider und ihren Mitstreitern der Initiative "Zukunft." keine Rede sein: Sie waren an Silvester wie angekündigt mit Kerzen auf dem Marktplatz, um gegen die Böllerei zu protestieren, doch zogen sie sich schon bald zurück. Der Grund waren nicht etwa Pöbeleien, sondern, dass auf dem proppenvollen Marktplatz so viel Feuerwerk und Böller um Mitternacht gezündet wurden, dass es zu gefährlich wurde, mittendrin am Rückert-Denkmal zu stehen.

Außerdem wurde Ulrike Schneider von einem Feuerwerkskörper an der Wade getroffen. Sie geht von einem Querschläger aus, will niemandem Absicht unterstellen. Gleichwohl jagte ihr die Sache einen gehörigen Schreck ein, "wir haben unsere Kerzen ausgemacht und sind aus Angst ins Winterdorf, wo es ruhiger gewesen ist", erzählt sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie seien rund zehn Leute in ihrer Gruppe gewesen, auch andere Bürger waren dem Aufruf gefolgt, der aber im allgemeinen Trubel, wie Schneider zugesteht, unterging. Geböllert wurde jedenfalls auch zum Jahreswechsel 2019/20 wie eh und je.

Schneider erzählt auch von gefährlichen Situationen durch Böller und Feuerwerkskörper für andere Personen. Sie habe beobachtet, wie ein Kind vom Platz gebracht werden musste, offenbar auch getroffen von einem Böller und dabei verletzt. Grundsätzlich hat die Schweinfurter Silvesternacht Schneider bestärkt, weiter für ein generelles Verbot von Feuerwerk in der Innenstadt zu kämpfen.

Im Dezember war Schneider, die für die Freien Wähler/Schweinfurter Liste im Stadtrat sitzt, mit einem entsprechenden Antrag im Hauptausschuss noch gescheitert, da dieser auf Antrag des Linken-Stadtrates Sinan Öztürk auf dieses Jahr vertagt wurde. Öztürk wolle eine ausführliche Diskussion ohne Zeitdruck zu dem Thema, um für 2020 und die nächsten Jahre entsprechende Beschlüsse zu fällen.

Schneider verweist auf die Umweltschädlichkeit von Feuerwerk, vor allem wegen der Feinstaubbelastung in der Luft, sowie den produzierten Müll. Außerdem seien Feuerwerke eine große Belastung für Tiere, sowohl Haus- als auch Wildtiere. Gegenüber dieser Zeitung kündigte sie nun an, dass sie den Antrag von Dezember noch vor den Kommunalwahlen erneut im Stadtrat einbringen wird, ergänzt mit dem Vorschlag, die Stadt möge ein eigenes Feuerwerk oder eine Lasershow anbieten.

Die Verwaltung steht einem Verbot von Feuerwerk in der Innenstadt in der Silvesternacht aus rechtlichen Gründen skeptisch gegenüber, auch wenn in anderen deutschen Städten, zum Beispiel München, ein Böllerverbot in der Innenstadt erlassen wurde. Für Ulrike Schneider "fehlt es an politischem Willen."

Feinstaubbelastung in Schweinfurt 20 Mal höher als am Mittag

Die Feinstaub-Belastung in Schweinfurt war im übrigen auch zu diesem Jahreswechsel wieder eklatant hoch, wie die Zahlen des Landesamtes für Umweltschutz (LfU) beweisen. In Schweinfurt wird die Belastung durch Feinstaub und andere Schadstoffe am Obertor gemessen. Hier betrug der Feinstaubanteil in der Luft kurz nach Mitternacht mit 684 Mikrogramm mehr als das 20-fache im Vergleich zur Mittagszeit. Diese Negativspitze baute sich bis in den frühen Morgen wieder ab, dennoch war die Luftqualität am Neujahrstag in Schweinfurt laut LfU "schlecht".

Auch in Würzburg ein ähnliches Bild, die Feinstaubwerte schnellten nach oben, wegen der Kessellage der Stadt hielt die Verschmutzung auch länger an.

Vor einem Jahr wurde in Schweinfurt in der Stunde nach dem Jahreswechsel ein Rekordwert von 991 Mikrogramm Feinstaub gemessen. In Würzburg war damals der Standort Kopfklinik in der Spitze mit 452 Mikrogramm sogar stärker betroffen als der Stadtring Süd (125).

© Oliver Schikora
Quelle: Volkszeitung Schweinfurt

 

 

 

 

 

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